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| Aus der Geschichte des Ortes Ahrensdorf... Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes findet man 1242. Damals schenkte Ritter Heinrich von Steglitz dem Kloster Lehnin das Dorf "Arnestorp" zusammen mit einer Abgabe in Höhe von 2 1/2 Wispel Roggen aus "Hennikes Molne" (Hennikes Mühle). Die Markgrafen Johann I. und Otto III. genehmigten diese Schenkung und entbanden das Kloster von allen Lehensverpflichtungen. "Arnestorp" ist etymologisch sicher von Arnoldsdorf herzuleiten. 1375 war Ahrensdorf markgräfliches Lehen im Besitz des Heinrich v. d. Gröben auf Beuthen. Es hatte 44 Hufen, über Pfarr- und Lehnschulzhufen wird nichts ausgesagt. Jede Hufe gab 6 Scheffel Roggen und 6 Scheffel Hafer als Pacht. Der Zins pro Hufe betrug 2 Schillinge. Es gab 12 Kossätenstellen im Dorf, von denen aber nur 5 besetzt waren, die je 1 Huhn und 5 Eier zu bezahlen hatten. Der Krug (Wirtshaus) gab ein Talent. Außerdem lag noch auf jedem der 20 Häuser eine Art Sondersteuer, nämlich 2 Scheffel Hopfen (ein deutlicher Hinweis, daß in der Umgebung von Ahrensdorf Bier gebraut wurde). Alle diese Abgaben standen dem von Gröben zu. 1416 war das Dorf in den Lehensbesitz der von Schlabrendorf übergegangen. 1450 hatte das Dorf 48 Hufen, darunter 3 Pfarrhufen, 1 Krug und eine Mühle, sowie 8 Kossäten. 1480 waren 3 Hufen unbebaut, das Dorf hatte nur noch den Krug, die Mühle schien wüst gefallen zu sein, und es waren 11 Kossäten. 1680 wurde Ahrensdorf von der Familie von Schlabrendorf an den großen Kurfürst verkauft; seitdem gehörte es zu Saarmund. Das Patronatsrecht war vermutlich an den Besitz des Dorfes geknüpft. Aus der Geschichte der Kirche von Ahrensdorf... Das Landbuch von 1375 führt für Ahrensdorf keine Pfarrhufen auf. Es ist daher durchaus denkbar, das Ahrensdorf bis 1375 gar keine eigene Pfarrei und Kirche hatte. 1450 sind dagegen 3 Pfarrhufen ausgewiesen. Dies beweist die Existenz einer Pfarrei, heißt aber nicht, daß die Kirche bereits stand. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß der Kirchbau in die Zeit zwischen 1375 und 1450 fällt. Auch die Glocken des 15. Jahrhunderts würde diese Einschätzung des Alters stützen. Der Kirchturm ansich ist vermutlich um 1500 erbaut worden. Das verwendete Baumaterial spricht dafür, daß das Kirchenschiff ebenfalls in dieser Zeit entstand, obwohl -in einer Notiz im Kirchenbuch- der Bau erst 1575 erwähnt wurde. Kossäten Dorfbewohner, die zunächst nur 1 Haus und etwas Gartenland besaßen. Sie waren zu Handdiensten verpflichtet. Hufe 1 Hufe entspricht etwa 7,5 ha (Preußen, bis 1793) Wispel 24 Scheffel, 1 Scheffel entspricht ca. 54 Liter (Preußen) Talent Münzwert, 1 Talent = 20 Schilling Schilling Münzwert, heute etwa ,-50 € Cent entsprechend |